Mehr Achtsamkeit

Da ist er wieder, der letzte Tag im Jahr. Eigentlich nur ein 31. Dezember wie viele andere. Aber auch in diesem Jahr bleibt zwischen den Jahren die Zeit für Gedanken. Zeit zum Nachdenken über die Lieben, die einen umgeben und über sich selbst. Was dabei auch in diesem Jahr überwiegt, ist der Wunsch nach mehr Achtsamkeit, nach mehr selbst zugestandener Zeit um das eigene Leben zu genießen.

AchtsamkeitDenn gerade in diesem Jahr habe ich zu oft abends oder am Wochenende „noch mal ganz kurz“ das berufliche Notebook hochgefahren und dabei Lebenszeit durch Arbeitszeit ersetzt. Manchmal für wichtige Dinge, klar. Aber manchmal eben auch für triviale Kleinigkeiten, die zwar gemacht werden müssen, aber niemandem so richtig weiterhelfen. Die subjektiv gefühlte Verpflichtung dazu war immer da – ob ich wollte oder nicht. Und auch wenn ich in der Regel nicht der Typ für klassische gute Vorsätze bin, so möchte ich doch in Zukunft sehr dringend meinem Wunsch nach mehr Achtsamkeit nachkommen, damit mehr Zeit für die Familie bleibt. Denn Familienzeit ist Quality Time und damit gut oder besser: sehr gut verbrachte Lebenszeit.

Hin und wieder denke ich, wir leben nach Werten und für Werte, die uns vergessen lassen, dass es kein zweites Leben gibt, das wir dann aktivieren, wenn das auf die Werte bezogene Leben seinen Dienst getan hat. Nein, mehr Achtsamkeit schreibe ich mir auf meine Fahne für 2015. Achtsamkeit für Kleinigkeiten des Alltags. Achtsamkeit für Familie und Freunde. Achtsamkeit für mich. Und wenn nicht Achtsamkeit, dann auf jeden Fall Dankbarkeit. Das ist relativ einfach machbar, wie es Bruder David Steindl-Rast mit seinen drei dafür wichtigen Punkten Stopp – Look – Go! beschreibt.

In diesem Sinne: Lasst uns öfter achtsam, dankbar und mit Wahrnehmung im Leben sein. Guten Rutsch und vor allem: gutes Gelingen!

Bildquelle: Death To The Stock Photo

Advertisements