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Heute ist Montag. Seit zwei Tagen, also etwas mehr als 48 Stunden, lebe ich ohne Facebook.

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Es ist noch immer so, dass das blaue App-Icon mit dem serifenlosen Minuskel „f“ auf dem Homescreen irgendwie fehlt. Oder besser gesagt, die zwangsläufig dahinter verborgenen psychologischen Sozialstudien, die man in seinem Newsfeed vornehmen konnte. Der dadurch erreichte Zeitgewinn wiegt dennoch schwerer.

Meine Neugier bezüglich dieser Einblicke in meine Mitmenschen ist nach wie vor hoch, aber der Ehrgeiz, dem Netzwerk dennoch dauerhaft fernzubleiben wird stärker sein. Denke ich.

Carsten Bamberg gefällt das.

[Update: 02.08.2013]
Zufällig habe ich festgestellt, dass die 14-tägige Frist zur kompletten Löschung des Accounts in Wirklichkeit vier Wochen lang ist. Ja, was soll ich sagen – ich bin doch noch da…

Facebook regelmäßig aktiv zu „lesen“ ist doof, das halte ich fest. Die sich in der Gesellschaft etablierte Möglichkeit der Kommunikation über Facebook ist die andere Seite. Schließlich habe ich eine Reihe von Bekannten, mit denen hin und wieder Kleinigkeiten ausgetauscht werden. Über Facebook, ja. Wir kennen doch alle die Menschen, die nicht jahrelang mit einer Mobilnummer leben können, sondern regelmäßig die Erreichbarkeit wechseln. Da kommt dann hin und wieder das blaue Netzwerk ins Spiel.

Dafür aber mit einem leergeräumten Profil meinerseits, ohne Statusupdates und Fotos. Immerhin. Entschuldigt bitte.

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Lebe wohl, Facebook!

Es ist vollbracht. Nach etwas mehr als vier Jahren, die ich mit Facebook verbracht habe, bin ich heute den Schritt in die mittlerweile wieder als solche empfundene Freiheit gegangen: Mein Konto wird gelöscht!

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Und zwar nicht nur deaktiviert, sondern gelöscht. Weg, futsch, nicht mehr erreichbar und nicht wieder zu aktivieren. Schon lange hat mich die Begeisterung für das Netzwerk verlassen, die bei meinem Eintritt im Jahre 2009 noch sehr groß war. Das Publikum und das Mitteilungsbedürfnis vieler Nutzer wird mehr und mehr unerträglich merkwürdig. Sicher, natürlich bestimme ich selbst, mit wem ich „befreundet“ bin, aber ihr wisst es selbst: Freundschaftsanfragen sind manchmal schneller akzeptiert, als man möchte.

Darüber hinaus sind die eingeblendeten Werbeanzeigen und „empfohlenen Beiträge“ komplett an meinen Vorlieben vorbei und nervig. Ja, und natürlich die Spielemeldungen. Lange, sehr lange habe ich akribisch Spiele und deren Meldungen blockiert und allein schon damit wertvolle Zeit vergeudet. Und persönlich nehme ich es Facebook übel, dass man als Nutzer von seinen Freunden in Gruppen „eingeladen“ werden kann und nicht etwa die Mitgliedschaft dort bestätigt, sofern man das will, sondern per Opt-Out die Gruppe mit all ihren Benachrichtigungen verlassen muss. Insgesamt finde ich keinen Mehrwert mehr im Netzwerk aus Palo Alto und möchte meine private Online-Zeit lieber auf anderen Plattformen verbringen.

Gerade heute bin ich auf den Blogbeitrag von Martin Giesler aufmerksam geworden. Die zehn Gründe für den Ausstieg bei Facebook, die der Nachrichten-Redakteur des ZDF beschreibt, treffen auf mich nahezu genauso zu. Ich bin gespannt, wie viele Leute mich fragen werden, wie ich das machen konnte. Schließlich sei Facebook doch so wichtig. Nein, ihr Lieben, das ist es nicht.

Ich wünsche euch weiterhin viel Spaß dort, macht was draus! Und wenn ihr mich suchen wollt, werdet ihr mich finden. Ciao!

Facebook zeigt menschliche Seite

Bei Facebook arbeiten scheinbar doch echte Menschen, also Menschen wie Du und ich mit Fehlern. Manchmal kann man die sogar sehen. So wie gestern Abend, als die Facebook für iOS in Version 6.1 erschien: 
Version 6.1
Ich hielt es erst für einen gewagten Schritt für die Gestaltung eines App Icons. Scheinbar war es aber doch nur der noch im Entwicklermodus stehende Icon-Entwurf. Denn kurze Zeit später kam Version 6.1.1 in den App Store: 
 
Version 6.1.1
 
Tja, wer kennt das nicht: Kurz nach dem Upload oder Versenden eines Dokuments o. ä. bemerkt man den Fehler – menschlich halt. 
PS: In Palo Alto wurde soeben eine Stelle als UI-Designer m/w frei. 

Facebook ist nützlich – aber nur hinter dem Zaun!

Walled Garden – so wird Facebook gerne bezeichnet. Ein nur Facebook-Nutzern zugängliches Netz im Internet. Selbst öffentlich erstellte Beiträge sind nur sichtbar, wenn man bei Facebook angemeldet ist. 
Aufgefallen ist es mir erst gestern Abend wieder bei der spontanen Berichterstattung zu den German Open, eines Wettbewerbs im Bereich Drumcorps oder Marching Music. Es gibt in Deutschland einige hundert Fans und Vereinsmitglieder, die ihre Freizeit in dieser dem Spielmannszug wirklich sehr fremden Musikrichtung verbringen. 
Von den wenigen hundert Anhängern hierzulande finden immer einige den Weg ins Weserbergland-Stadion in Hameln, wo die Veranstaltung regelmäßig stattfindet. Es gibt allerdings auch Drumcorps-Fans, die es aus verschiedenen Gründen nicht einrichten können, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Was machen diese Menschen nun? Besucht man heute am Tag nach der Veranstaltung die Webseite der German Open, sieht man nichts Aktuelles. Im ehemals sehr gut frequentierten Portal Drumcorps-Café findet man ebenso wenige Infos. 
Normalerweise denke ich mir als Nutzer der Internet-Medien: „Schau doch mal bei Twitter rein.“ Denkste – die deutsche Drumcorps-Szene hat es bei Twitter noch weniger geschafft zu begeistern als im richtigen Leben. Obwohl es so einfach ist wie SMS schreiben. Und das Beste: Für jeden im Netz zugänglich, auch ohne Anmeldung! Da sind wir ja wieder beim Thema… 
Ich postete also bei Facebook das hier: 
Und es gab ihn wirklich, den Social-Media-Begeisterten Fan. Genauer gesagt sogar mehrere, die auch Fotos und kurze Videos posteten. Besonders gelungen fand ich allerdings die spontane Nutzung der Kommentarfunktion meines Beitrags durch das Wölper Löwen Mitglied Gideon Wolters. 
Zusammen mit Nutzer-Kommentaren ergaben sich 142 Meldungen zu dem Wettbewerb auf dem Showfeld. Sehr interessant geschrieben und dadurch gut zu verfolgen. Mit den Fotos und Videoclips anderer Besucher ist es fast wie dabei gewesen zu sein. Fast…
Leider kommen wir hier wieder zum Thema Walled Garden von Facebook. Ohne bei diesem weltweit führenden Netzwerk angemeldet zu sein, hat man keine Möglichkeit, den Beitrag oder seine Kommentare zu sehen, obwohl ich es für „Alle“ sichtbar gepostet habe. Schade. 
Mit Twitter oder Google+ wäre das nicht passiert. Mal sehen, vielleicht ändern sich die Zeiten ja.