Völlerei und Anatomie

Eine Geburtstagsfeier. Mit einem Festmahl: Es gab Schweinshaxen mit Grillkartoffeln an Sauerkraut. Quasi als Vorspeise zu Eiscreme, Torte und Schnittchen.

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Obwohl ich es nicht unbedingt wollte, konnte ich nicht anders und musste beim Zerlegen der Haxe die ganze Zeit daran denken, dass sich Schweine und Menschen sehr ähnlich sind, vor allem anatomisch.

Ein seltsames Gefühl, zugegeben. Aber es schmeckte dennoch.

Was bleibt, sind Krümel

Jeder weiß es und doch ist es jedes Mal eine tragisch überraschende Gewissheit: Die Tage des Schokoladen-Weihnachtsmanns sind gezählt.

Spätestens mit der Ankunft in den eigenen vier Wänden ist das Schicksal der in Stanniol verpackten Süßwaren-Figuren besiegelt.

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Stille Nacht, heilige Nacht. Was bleibt, sind Krümel.

Und täglich grüßt die Profitgier!

Fast jeden Tag das gleiche Spiel: Auf mehr oder weniger legalen Wegen bereichern sich Menschen ohne Rücksicht auf Verluste.
Da regt man sich beispielsweise über Herrn Dr. Biner Bähr auf, den Insolvenzverwalter des Unternehmens TelDaFax. So soll er doch tatsachlich unrechtmäßige „Abzockerverträge“ bei geprellten Kunden eintreiben. – Wer will es ihm verdenken, schließlich hat er sein Handwerk in der Uni gelernt.
Oder die umstrittenen Ministerpensionen der kürzlich gescheiterten Jamaika-Koalition im Saarland. Nach zwei Jahren stehen den ausgeschiedenen Ministern die entsprechenden Pensionen zu. Sicherlich: die 1.700 Euro monatlich ab dem 60. Lebensjahr klingen nicht nach sonderlich viel. Dennoch muss jeder Normalverdiener lange daran stricken, um solche Bezüge zu generieren. Und oben drauf bekommen die Kurzzeit-Minister auch noch 152.000 Euro Übergangsgeld innerhalb von zwei Jahren.
Wer das zahlt ist klar, nicht wahr?
Und dennoch frage ich mich als Steuerzahler, ob ich nicht genauso die Hand aufhalten würde, hätte ich die Gelegenheit dazu.